Freiwette bei deutschen Wettanbietern: der Gratisbetrag und seine Rechnung
Stand: 30. Oktober 2026, abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Zwei Dinge kosten bei einer Freiwette nichts, und beide sind die einzigen: der Betrag selbst und die Hoffnung, die der Anbieter damit verkauft. Alles andere hat einen Preis. Der Einsatz gehört nicht dem Spielenden, sondern verschwindet beim ersten Treffer aus der Abrechnung. Die Quote, mit der sich der Betrag auslösen lässt, hat eine Untergrenze. Die Frist ist eine Frist. Und diese drei Punkte stehen in den Geschäftsbedingungen des Veranstalters, nicht in einem Gesetz — der Glücksspielstaatsvertrag kennt keinen Paragrafen, der einen Sportwettenbonus festsetzt oder begrenzt.
Wer „Freiwette ohne Einzahlung“ sucht, landet schnell bei Seiten, die seit Jahren niemand in Deutschland beaufsichtigt. Die Rechnung dort ist einfach: kein Einzahlungslimit, das einen bremst, und niemand, der einen bremst, wenn es schiefgeht. Zwischen beidem liegt keine Geschmacksfrage, sondern eine Entscheidung darüber, welche Art von Schutz man mitbezahlt.
Die zehn zugelassenen Anbieter mit Freiwette im Vergleich
Ein Sportwettenangebot auf einer .de-Adresse ist kein Nachweis für irgendetwas. Die Endung bekommt jeder, die Erlaubnis nicht. Wer wissen will, ob ein Veranstalter in Deutschland Sportwetten anbieten und vermitteln darf, hat genau eine Prüfstelle, und die liegt in Halle an der Saale.

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder führt nach § 9 Abs. 8 GlüStV die Whitelist der erlaubten Glücksspielanbieter. Der Stand vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwettenerlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Ein erster Erlaubnisbescheid läuft fünf Jahre nach § 4c Abs. 1 GlüStV. Ein Enddatum führt die Liste nicht — sie nennt Erstdaten und Folgebescheide, mehr nicht.
| Anbieter | Whitelist-Status und Inhaber der Erlaubnis | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Betway | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Betway Limited | 09.03.2021 |
| Bet3000 | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| MERKUR BETS | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| Tipico | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Tipwin | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| DAZN Bet | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Betano | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| VBet | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Sportwetten.de | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| bet365 | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 |
Bet3000 trägt das jüngste Erstdatum der zehn, Tipico und Tipwin die ältesten. Ein Erstdatum datiert einen Verwaltungsakt, es ist kein Qualitätssiegel und sagt nichts über die Qualität eines Bonus. Betano und Betway teilen sich mit dem 19.02.2021 beziehungsweise dem 09.03.2021 die Mitte des Feldes — interessant ist das nur, weil es zeigt, wie wenig man daraus ableiten kann.
In der Tabelle fehlt bewusst ein Enddatum. Die Whitelist führt keines, und wer mit „Erlaubnis läuft bis …“ argumentiert, hat die Seite eines Affiliates gelesen, nicht die einer Behörde. Ebenfalls fehlen Casino- und Pokerlizenzen. Ein Inhaber, der zusätzlich virtuelle Automatenspiele oder Online-Poker anbieten darf, hat dafür eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln; für das Sportwettenangebot unter der aufgeführten Domain sagt sie nichts.
Die Liste prüft man wie ein Impressum: einmal, selbst, an der Quelle. Der Status der zehn genannten Marken wurde gegen die Liste vom 2. Oktober 2026 abgeglichen. Die Erstdaten dort können sich nicht nachträglich ändern; die Liste selbst kann es, und deshalb gehört der Blick darauf vor die erste Einzahlung und nicht danach.
Was eine Freiwette ist und warum der Einsatz dabei fehlt
Ein Veranstalter stellt einen Betrag als Wette zur Verfügung. Man wählt ein Ereignis, setzt den Betrag im Wettschein, gewinnt vielleicht — und dann passiert das, was die meisten überlesen: Im ausgezahlten Gewinn steckt der Einsatz nicht. Bei MERKUR BETS steht das so deutlich in den Bedingungen, dass bei einem Gewinn der Gewinn abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt wird. Wer mit einer Freebet über 25 € auf Quote 3,00 trifft, sieht 50 €, nicht 75 €.
Das ist keine Spitzfindigkeit eines Anbieters, sondern der Bauplan des Instruments. Eine Freiwette ist Wettguthaben. Ein Einsatz, den niemand eingezahlt hat, kann nicht Teil einer Auszahlung werden, weil sonst aus einem Gratisbetrag Geld würde, ohne dass das Ereignis etwas anderes getan hätte, als stattzufinden.
Davon zu trennen ist Bonusgeld. Bei Sportwetten.de ist das Willkommensangebot ein Einzahlungsbonus: 100 % der ersten Einzahlung, maximal 100 €, sofort gutgeschrieben nach einer Ersteinzahlung von mindestens 10 €, wobei die erste online getätigte Einzahlung maßgeblich ist. So ein Betrag ist Guthaben, das nach den Umsatzbedingungen des Anbieters zu Geld werden kann, aber keine Wette, die für einen platziert wird. Bei bpremium heißt es in den Nutzungsbedingungen, dass Bonusgewinne aus Sportwetten erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung bei Dezimalquoten ab 1,7 ausgezahlt werden, und Angebote sind, sofern nicht anders angegeben, nur einmal nutzbar. Dazwischen liegen Welten, und beide werden gern als „Gratis“ verkauft.
MERKUR BETS hat beide Spielarten im Programm, was die Unterscheidung greifbar macht. Laut Mitteilung vom 14.10.2024 erhielten Neukunden bei einer Ersteinzahlung ab 1 € eine Freebet über 25 €; verliert die erste qualifizierende Kombiwette, wird der Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet, sofern vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Im ersten Fall gibt es etwas, ohne etwas zu riskieren. Im zweiten gibt es den Einsatz zurück, wenn der Wettschein stirbt — als Freebet, nicht als Geld, und nur bei vorher gesetzter Option. Wer sie nicht setzt, bekommt nichts. Kein Fehler, kein Kulanzfall, kein Nachfassen.
Die Neukundenangebote: vier Stellschrauben, ein Endbetrag
Ein Willkommensangebot hat vier bewegliche Teile, und jeder verändert, was am Ende übrig bleibt: die Höhe, die Bedingung der Freischaltung, die Mindestquote und die Frist.
Was die Anbieter konkret versprechen
Bet365 bewirbt auf bet365 für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“; die Wett-Credits werden nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben, und die Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht. Das ist die saubere Umschreibung dafür, dass der Einsatz nicht zurückkommt — ein Satz, der die halbe Werbung gleich selbst zurücknimmt.
Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets. Der Haken sitzt woanders: Die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, bei einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Nach den Bedingungen zählen Cashout-Wetten und stornierte Wetten nicht zu dieser Umsetzung; weitere zeitliche Bedingungen bestehen laut Winamax nicht. Gilt einmal pro Kunde, IP-Adresse, Gerät, Haushalt und Bankkarte oder Bankkonto.
Tipwin setzt 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 € dagegen und formuliert die härteste Bedingung dieser Liste: Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 zählen überhaupt. Dazu kommt, dass nur verifizierte Konten den Bonus erhalten — wer vor der Verifizierung einzahlt, kann ihn erst mit der nächsten Einzahlung beanspruchen. Angenommener Ticketrückkauf zählt nicht zum Umsatz; das Angebot gilt einmal je Person, Konto, Haushalt, Zahlungsmittel, Gerät und IP-Adresse.
Wettstar bleibt kleiner und sagt es auch: bis zu 40 € insgesamt, davon 20 € nach der Anmeldung, dazu ein Einzahlungsbonus von 100 % der Einzahlung bis höchstens 20 € bei einer Mindesteinzahlung von 1 €. Beide Bonusbeträge sind nicht auszahlbar. Wichtiger als die Zahlen ist also der Satz daneben: fünfmal einzusetzen vor einer Auszahlung, innerhalb von 60 Tagen, danach verfällt der Betrag. Gilt nur für Personen ohne bestehendes Wettstar-Konto.
Bet-at-home zeigt am deutlichsten, wie stark eine Frist den Wert bestimmt. Die 10-€-Gratiswette auf „Sieger der FIFA WM 2026“ galt für Neukunden mit Wohnsitz in Deutschland, die sich ab dem 09.06.2026 über den Promotion-Link registrierten; platziert werden musste die Wette bis zum 28.06.2026 um 18:00 Uhr, und Gewinne daraus unterlagen keinen Umsatzbedingungen. Kein Umsatz, dafür ein Fenster von weniger als drei Wochen.
Was ein Gratisbetrag nach Abzug durchschnittlich einbringt
Was eine Freiwette einem durchschnittlich wert ist, lässt sich schätzen, und die Schätzung ist nüchterner als die Zahl auf dem Banner. Beispiel: ein Freebet von 25 € aus dem Winamax-Willkommensangebot, eingesetzt auf einem ausgeglichenen Zwei-Weg-Markt, unser Rechenbeispiel und kein quotierter Kurs. Bei Quoten von 1,90 für beide Seiten hält der Veranstalter auf je 100 € Einsatz im Schnitt rund 5 % des Umsatzes ein. Der durchschnittliche Wert, den das Marketing als 25 € ausweist, sinkt damit auf die Größenordnung von 10 bis 13 €. Der Grund ist einfach: Der auszahlbare Betrag einer Freiwette ist der Nettogewinn-Stake minus Einsatz, nicht die Summe aus beiden.
Ganz genau: Ein Einsatz von 25 € auf Quote 1,90 bringt im Trefferfall 47,50 € zurück. Bei einem Freebet ist dieser Rückfluss der Ertrag, 47,50 €. Abzüglich des Einsatzes, der bei einem Freebet nicht ausgezahlt wird, sind das 22,50 € netto. Das Netto-Gewinn-Verhältnis liegt bei 0,9 — die Hälfte der Spanne, die der Banner als Vollbetrag zeigt.
Auf einem Markt mit drei Ausgängen und einer Auszahlungsquote von 92,6 % — ein Dreimarkt mit zwei Quoten von 1,90 und einer von 3,80, unser Rechenbeispiel — liegt der Wert je 1 € Freebet sogar noch niedriger. Das gilt nur bei einer Quote von 1,90. Auf 2,90 fällt mehr ab, auf 1,20 weniger.
Die eigentliche Lektion: Freiwetten sind an eine Mindestquote gebunden, und die Bindung ist der teure Teil. Eine Mindestquote von 1,80 wie bei Tipwin trifft genau die Ränder eines Buches. Freiwetten mit Bedingungen kosten am meisten genau dort, wo die Marge am höchsten ist — in den Randbereichen des Buches, nicht im Zentrum.
Rechtslage: warum die Whitelist die eigentliche Antwort auf diese Frage ist
Die Rechtslage ist kurz und eindeutig. Sportwetten auf das Ergebnis eines Ereignisses oder auf Vorfälle darin sind nach § 21 Abs. 1 GlüStV als Einzel- oder Kombiwette erlaubt, und zwar nur in den Wettarten, die die GGL in ihrem Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 genehmigt hat. Wer Sportwetten ins Internet anbietet, braucht dafür die deutsche Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV. Die Behörde erteilt sie, überwacht und ahndet Verstöße mit Bußgeldern nach § 28a; die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL.

Ein Anbieter ohne Erlaubnis darf Sportwetten nach § 4 Abs. 1 GlüStV in Deutschland nicht veranstalten. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Erlaubnis hat hier keine Bedeutung, und die GGL warnt ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten — am 17. September 2026 tat sie das mit Blick auf Anbieter „wie etwa Platincasino“. Ein Anbieter, der kein deutsches Permit hat, kann folgerichtig auch keine Freiwette rechtmäßig anbieten, weil die Bewerbung von Sportwetten nach § 5 Abs. 7 GlüStV nur Erlaubnisinhabern offensteht.
Die Whitelist ist der einzige Test. Sie führt die Inhaber mit Sportwettenerlaubnis und die Domains, unter denen sie Sportwetten anbieten dürfen. Nur die dort verzeichnete Domain nimmt Sportwetten ab; ein Inhaber mit Erlaubnis für Slots, Poker oder Casino hat damit eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln.
Der strafrechtliche Rahmen: Wer ohne Erlaubnis ein Glücksspiel veranstaltet, riskiert nach § 284 StGB eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe, für die Werbung bis zu einem Jahr. Die Teilnahme steht in § 285 StGB und kann mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe geahndet werden. Verfolgungen einzelner Spielender lassen sich nicht belegen. Kein Freibrief, aber auch keine Drohkulisse, die man aufbauschen müsste.
Was Offshore zusätzlich kostet, ist kein juristischer Lehrsatz, sondern eine konkrete Liste: keine OASIS-Prüfung, keine LUGAS-Limitdatei, keine deutschen Durchsetzungswege gegen einen Anbieter, der eine Auszahlung verweigert. Dafür höhere Limits, weil die 1.000 € Monatsgrenze nur für Anbieter mit deutscher Erlaubnis gilt. Der Preis für die Freiheit ist genau das Fehlen von Mechanismen, die man erst merkt, wenn man sie braucht.
Zivilrechtlich ist die Frage in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) hält Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist ein Verfahren und keine Zusage. Niemandem ist eine Rückzahlung versprochen, und wer jetzt Offshore spielt, sollte sich nicht darauf verlassen, dass ein Urteil von übermorgen sein Geld von gestern zurückholt.
Was beim beworbenen Wettangebot erlaubt ist, hat ebenfalls Grenzen. Während eines laufenden Ereignisses sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind — nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja, nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball nein. Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren sind ausgenommen; nach der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind unzulässig. E-Sport lässt sich in Deutschland nicht legal bewerben: Die GGL stellt fest, dass E-Sport nicht als Sport anerkannt ist.
Zum Cash Out gibt es keine gesetzliche oder behördliche Regel. Es ist eine Funktion des jeweiligen Anbieters, und als solche von dessen Bedingungen abhängig — was im Abschnitt „Was Freiwette und Bonus bei einzelnen Anbietern kosten“ für einzelne Anbieter auch genau so beschrieben wird.
Spielerschutz: was die Gratiswette nicht aussetzt
Eine Freiwette ist ein Gratisangebot. Die Regeln, die an ihrer Stelle greifen, sind es nicht.
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Pro Anbieter gilt ein Konto mit vollständiger Verifizierung nach § 6a; vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf für eine einzelne Person ein höheres Limit setzen — bis 10.000 €, und 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spielenden — aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, nicht auf Selbstauskunft. Eine Absenkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.
Der wichtigste Satz für alle, die eine Freiwette sehen: Eine Freiwette ist kein Grund für eine höhere Einzahlung. Für die 25 € eines Gratisangebots muss man nichts nachlegen. Wer das Gefühl hat, nachlegen zu müssen, um einen Betrag freizuspielen, hat die Freiwette als Werbung verstanden und nicht als das, was sie ist.
Parallelspiel ist nach § 6h GlüStV untersagt und wird über die Aktivitätsdatei kontrolliert. OASIS nach §§ 8, 8a ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Login abgefragt wird; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die Person einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst sofort eine 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter hängen an keinem dieser Systeme — weder an OASIS noch an LUGAS.
Bei den Zahlungswegen sind die Spielenden selbst betroffen: Nach § 6b Abs. 4 sind nur Zahlungen von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut erlaubt, anonyme Zahlungsmittel nicht. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonymes Prepaid aus dem erlaubten deutschen Wettangebot heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache und steht in seinen Bedingungen. Spielgeld liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Die Steuer gehört nicht dem Spielenden: Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags; geschuldet wird sie nach § 19 vom Veranstalter. Ob und wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung und steht in seinen Bedingungen. Dass sie gezahlt wird, ist kein Nachweis einer Erlaubnis — sie fällt auch bei unerlaubten Anbietern an.
Was Freiwette und Bonus bei einzelnen Anbietern kosten
Zehn Marken, zehn verschiedene Arten, denselben Betrag „Gratis“ zu nennen. Die Reihenfolge folgt keiner Rangfolge.
Betway: Freiwette und Einzahlungsbonus sind nicht dasselbe
Bei Betway beträgt die Mindesteinzahlung per Skrill 5 €, die Mindestauszahlung 10 €; Skrill-Auszahlungen sind gebührenfrei und werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden freigegeben. Der entscheidende Satz für alle, die wegen eines Bonus einzahlen: Einzahlungen per Skrill qualifizieren nur für die Willkommens-Freiwette, nicht für den Einzahlungsbonus.
Diese Trennung ist ungewöhnlich sauber formuliert und verdient Beachtung. Wer den größeren Betrag will, aber über Skrill einzahlt, bekommt ihn nicht. Bei Trustly liegt die Mindesteinzahlung ebenfalls bei 5 €, die Mindestauszahlung bei 10 €, auch dort ohne Gebühren; ausgezahlt wird ausschließlich Guthaben ohne offene Bonus-Umsatzbedingung, auf ein Bankkonto auf den Namen des Kunden und nur nach vorheriger Trustly-Einzahlung. Drei Bedingungen in einem Satz — die dritte, der Zwang zur vorherigen Einzahlung über denselben Weg, ist die, die in der Praxis am häufigsten übersehen wird.
Der Veranstalter hinter Betway ist Betway Limited, Erlaubnis seit 09.03.2021. Das ändert nichts an der Zahlungsregel. Was an dieser Marke hängen bleibt, ist der Umstand, dass ausgerechnet ein E-Wallet mit 24-Stunden-Auszahlung einen Bonus kostet.
Bet3000: die jüngste Erlaubnis im Feld
Bet3000 hat als Veranstalter der Sportwetten unter Bet3000 die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Lyons Range Court, Flat Nr. 1, Triq Bisazza, SLM 1640, Sliema, Malta; die Erlaubnis ist dort mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet.
Das ist in diesem Feld die jüngste Erlaubnis, und sie sagt über die Freiwette nichts. Ein Erstdatum ist der Tag, an dem ein Verwaltungsakt beginnt, nicht der Tag, an dem sich ein Bonus rechnet. Wer ein Neukundenangebot prüft, findet die relevanten Angaben — Höhe, Schaltung, Umsatz, Mindestquote, Frist — im Wettprogramm und in den Bonusbedingungen des Anbieters selbst, und diese fünf Punkte sollte man vor der ersten Einzahlung lesen statt danach.
Vier Monate am Markt sind kein Makel, aber sie sind ein Argument dafür, die eigenen Bedingungen genauer zu lesen als bei einem Haus, das seit Jahren dieselben Regeln fährt. Wer hier neu einzahlt, tut gut daran, den Bonusbetrag nicht als Ertrag einzurechnen, sondern als Wettschein, der ausgehen kann wie jeder andere.
MERKUR BETS: die Freebet, die einen Wocheneinsatz voraussetzt
Der MERKUR BETS CLUB schüttete für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote von mindestens 4,00 bei einem Wocheneinsatz von mindestens 25 € am Montag der Folgewoche eine Freebet über 5 € aus; die Aktion lief vom 09.06.2025 bis 14.07.2025.
Die Fristen dieser Freebet sind der eigentliche Preis. Sie muss innerhalb von 3 Tagen unter „Meine Boni“ aktiviert werden und verfällt, wenn sie nicht innerhalb von 7 Tagen nach Erhalt genutzt wird; zulässig sind nur Einzel- oder Kombinationswetten, System- und Mehrwegwetten nicht. Bei einer mit Freebet platzierten Wette ist kein Cashout möglich, bei einem Gewinn wird der Gewinn abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt, und für Wetten mit Quotenboost gilt sie nicht.
Dazu kommt der Kombi-Boost: Ab fünf Auswahlen gibt es einen Prozentbonus auf den Gewinn, 5 % bei fünf Auswahlen, je weiterer Auswahl einen Prozentpunkt mehr, höchstens 30 % ab 30 Auswahlen, bei einer Mindestquote je Auswahl von 1,21. Live-Wetten mit Boost sind grundsätzlich nicht erlaubt.
Rechnen wir die 5 € auf ihren Nutzen. Bei einem Mindestwocheneinsatz von 25 €, einer Gesamtquote von 4,00 und einer Netzabrechnung von 15 € für einen Fünfer-Kombo bleibt vom Spiel mit dem Bonus ein Bruchteil: 10,25 € Netto-Rückfluss bei einer 5-%-Boost-Gutschrift und 27,50 € bei einem vollen Treffer ohne Boost-Aufschlag. Die Differenz zwischen beiden Szenarien ist die Differenz zwischen Werbung und Verlustfall. Wer die 5 € als Grund sieht, den Wocheneinsatz zu erfüllen, hat mehr investiert als der Bonus wert ist.
Tipico: das Verfahren, das den Namen kennt
Die Tipico Co. Ltd. hat ihren Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta und wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet. Die Whitelist führt für Tipico die Tipico Co. Limited mit Erstdatum 09.10.2020 und Folgebescheid vom 09.12.2022.
Auf dieses Haus zielt der Vorlagebeschluss des Bundesgerichtshofs, über den im Abschnitt „Rechtslage: warum die Whitelist die eigentliche Antwort auf diese Frage ist“ die Rede war. Wer bei Tipico spielt, spielt bei einem lizenzierten Anbieter; zugleich ist Tipico der Name, an dem die Rückzahlungsfrage derzeit verhandelt wird. Beides ist wahr. Für die Freiwette selbst bedeutet es wenig: Ein laufendes Verfahren ändert an den Bedingungen eines Neukundenangebots nichts, und die Bedingungen sind die Rechnung.
Was diese Marke im Vergleich auszeichnet, ist weniger das Bonusangebot als die Selbstverständlichkeit ihrer Erlaubnis. Sie ist seit 2020 ununterbrochen im Feld und gehört damit zu den Häusern, über deren Zulässigkeit in Deutschland kaum noch gestritten wird.
Tipwin: der Umsatz, der am härtesten greift
Tipwin ist auf dieser Liste die Marke mit der engsten Bonusmechanik. Die siebenfache Umsetzung von Einzahlung und Bonus, je Wettschein höchstens 100 € zählend und nur bei einer Quote von mindestens 1,80, bedeutet praktisch, dass die Umsatzstrecke aus mehreren Wettscheinen bestehen muss. Bei einer Einzahlung von 100 € und 100 € Bonus liegen 200 € Umsatz an, also mindestens zwei Wettscheine à 100 € rein rechnerisch — in der Praxis mehr, weil Verluste den Rest nicht tilgen.
Dazu kommen Regeln, die den Umsatz in einem unbedachten Moment verkleinern: Wetten mit angenommenem Ticketrückkauf zählen nicht, und Auszahlungen sind erst nach Erfüllung der Umsatzbedingungen möglich, wenn bei einer weiteren Einzahlung noch ein Restguthaben von mehr als 1 € auf dem Konto liegt; für die Auszahlung müssen alle gespielten Ereignisse abgeschlossen sein. Gilt einmal je Person, Konto, Haushalt, Zahlungsmittel, Gerät und IP-Adresse.
Ein Anbieter, der sein Willkommensangebot so absichert, verkauft keinen Bonus, sondern eine Umsatzverpflichtung mit freiwilliger Endprämie. Wer hier einzahlt, sollte den Betrag vorher einplanen — nicht später.
DAZN Bet: Cash Out mit klaren Ausschlüssen
Cash Out ist bei DAZN Bet nur bei Einzel- und Kombiwetten möglich, nicht bei Systemwetten und nicht bei als Freiwette platzierten Wetten; der Betrag richtet sich nach den aktuellen Quoten, und die Verfügbarkeit von Cash Out wird nicht garantiert.
Der Ausschluss der Freiwette ist die Zeile, die zählt. Wer mit einem Gratisbetrag gespielt hat, sitzt auf dem Wettschein, bis das Ereignis abgerechnet ist — keine Notbremse, kein Teilausstieg. Das ist bei dem Gratisbetrag selbst kein Drama, weil kein eigenes Geld darin steckt. Es wird zum Drama, wenn man den freigespielten Gewinn weiterlaufen lassen will, weil auch dieser Betrag im Wettschein gefangen bleibt.
Der Veranstalter hinter DAZN Bet ist DZBT Operations Limited mit Erlaubnis seit 22.08.2023. Ein junges Erstdatum, ein Haus, dessen Sportsbook sich eng an das Abo-Publikum des Senders lehnt.
Betano: die Erlaubnis ohne Fußnote
Betano gehört zu den Marken, deren Whitelist-Eintrag unspektakulär ist: Inhaber Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta, Erlaubnis mit Erstdatum 19.02.2021 und Folgebescheid vom 16.12.2022.
Genau darum geht es in diesem Feld weniger, als die Branche glauben macht. Zwei Drittel der zehn Häuser sind seit 2020 oder 2021 verzeichnet. Ein Anbieter ist damit vor allem eines: prüfbar. Wer die Domain auf der Liste findet, muss über die Zulässigkeit nicht weiter nachdenken und kann sich den eigentlichen Prüfpunkten widmen — Mindestquote, Frist, Freischaltung.
Wer ein Neukundenangebot prüft, liest die Bonusbedingungen neben dem Whitelist-Eintrag, nicht statt seiner. Der eine sagt, dass man spielen darf; die anderen sagen, was das Spiel kostet.
VBet: seit 2023 dabei
Bei VBet führt die Whitelist SCGO Limited als Veranstalterin der Sportwetten unter VBet, mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, STJ 4010, St. Julian’s, Malta; die Sportwetten-Erlaubnis ist seit dem 5. Dezember 2023 verzeichnet.
Der Dezember 2023 ist bemerkenswert, weil er zeigt, wie der Zugang zum deutschen Markt zeitlich verteilt ist. Zwischen dem ersten Erlaubnisdatum der zehn Marken und dem letzten liegen sechs Jahre. VBet und MERKUR BETS sind fast gleichzeitig angetreten, Bet3000 vier Jahre später. Die Reihenfolge sagt nichts über die Qualität einer Freiwette, aber sie sagt etwas über das Alter der Geschäftsbedingungen, die man liest.
Sportwetten.de: der Bonus, der sofort auf dem Konto liegt
Bei Sportwetten.de ist das Willkommensangebot ein Einzahlungsbonus, kein Freebet: 100 % der ersten Einzahlung, maximal 100 €, sofort nach einer Ersteinzahlung von mindestens 10 € gutgeschrieben, erste online getätigte Einzahlung maßgeblich. Inhaber der Erlaubnis für die Domain ist NetX Betting Limited, erstmals verzeichnet am 19.11.2020, mit Folgebescheid vom 16.12.2022.
Der Unterschied zwischen „sofort gutgeschrieben“ und „nach Abrechnung freigegeben“ ist keine Sprachregelung. Bei Bet365 entstehen die Wett-Credits erst, nachdem Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung abgerechnet sind — ein Konto mit 100 € Einzahlung und 0 € Guthaben ist bis dahin kein Kontostand, der eine Wette erlaubt. Bei Sportwetten.de liegt der Betrag unmittelbar als Guthaben bereit.
Was das kostet, steht trotzdem daneben: Bonusgeld bleibt Bonusgeld, und für die Auszahlung gelten die Umsatzbedingungen des Anbieters. Der Vorteil ist zeitlicher Natur, nicht finanzieller.
bet365: der größte Betrag mit der längsten Freischaltstrecke
Bet365 nennt für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“. Die Freigabe erfolgt nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung, und Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht.
Beide Halbsätze zusammen beschreiben ein Angebot, das in der ersten Phase überhaupt nichts auszahlt. Erst muss der Betrag der Einzahlung in abgerechneten Wetten liegen — also durchgespielt sein —, dann entstehen Credits, und wenn diese Credits treffen, fehlt ihr Einsatz in der Auszahlung. Wer 100 € einsetzt, um 100 € Credits zu bekommen, hat 100 € Umsatz gemacht, bevor er den Bonus überhaupt in der Hand hält.
Dazu kommen die Funktionen, die das Haus um das Wettangebot herum gebaut hat: ein Boost für den Wetten-Konfigurator bei 3 oder mehr Auswahlen und kombinierten Quoten von 2,00 oder höher, ein Gewinn-Boost für Kombiwetten mit einem Prozentsatz nach Zahl der Auswahlen, dazu Cash Out, „Einwechslung+“ — eine Spielerwette läuft bei einer Auswechslung weiter — und „Wette teilen“. Der Inhaber der Erlaubnis für bet365 ist Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, erstmals verzeichnet am 09.10.2020, Folgebescheid vom 27.12.2022.
Vier zusätzliche Funktionen sind kein Ersatz für eine kürzere Freischaltstrecke, und der Vergleich mit dem sofort gutgeschriebenen Bonus eines kleineren Hauses macht es deutlich. Bet365 hat das größte Versprechen dieser Liste und die längste Wartezeit darauf.
Wie man die Whitelist selbst prüft und was man dabei mitnimmt
Die Prüfung dauert drei Minuten und ersetzt jede Bewertung durch Dritte.
Man öffnet die Übersicht der erlaubten Glücksspielanbieter auf der Seite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Man sucht die Domain, unter der man spielen will — nicht den Markennamen, sondern die Adresse, unter der das Sportwettenangebot läuft. Man prüft, ob dort eine Sportwettenerlaubnis und ein Inhaber verzeichnet sind, und zwar für genau diese Domain.
Drei Fallen sollte man kennen. Erstens: Eine .de-Adresse ist kein Beweis. Zweitens: Ein Inhaber mit mehreren Erlaubnissen kann unter einer Domain Sportwetten und unter einer anderen Casino anbieten; die Sportwettenerlaubnis gilt für die Sportwettendomain. Drittens: Die Liste nennt Erstdaten, keine Enddaten — wer ein Enddatum angibt, hat die Liste nicht gelesen.
Und der wichtigste Punkt: Die Erlaubnis sagt nichts über die Höhe, die Umsatzbedingungen oder die Mindestquote einer Freiwette. Sie sagt nur, dass der Anbieter in Deutschland Sportwetten veranstalten darf. Die Bonuskonditionen sind Verbraucherinformation im engeren Sinne, und man liest sie vor der Einzahlung. Danach liest man sie nur noch, um zu verstehen, was passiert ist.
Häufige Fragen zur Freiwette
Was bedeutet Freiwette bei Sportwetten?
Eine Freiwette ist ein Wettguthaben, das der Veranstalter stellt. Man kann damit einen Wettschein platzieren, ohne eigenes Geld einzusetzen. Sie ist kein Bargeld und kein ausgezahltes Guthaben: Der Einsatz wird bei einem Treffer mit dem Gewinn nicht zurückgegeben. Beides, Betrag und Bedingung, steht nur in den Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters, nicht in einem Gesetz.
Wird der Einsatz einer Freiwette zusammen mit dem Gewinn ausgezahlt?
Nein. Das ist die zentrale Einschränkung. Bei MERKUR BETS heißt es zum Beispiel, dass ein Gewinn abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt wird. Wer mit 25 € Freebet auf Quote 3,00 trifft, erhält 50 € statt 75 €. Derselbe Effekt steht bei bet365 in dessen eigenen Worten: Die Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht.
Woran erkennt man, ob eine Freiwette ohne Einzahlung an Bedingungen geknüpft ist?
Fast immer an drei Angaben: einer Mindestquote, einer Frist und einer Regel zur Freischaltung. Tipwin nennt eine Mindestquote von 1,80 und eine siebenfache Umsetzung; MERKUR BETS verlangt für die Freebet aus dem CLUB eine Aktivierung binnen 3 Tagen und eine Nutzung binnen 7 Tagen; bet-at-home setzte für seine WM-Gratiswette eine Platzierung bis zum 28.06.2026 um 18:00 Uhr. Fehlt eine dieser Angaben in der Anzeige, steht sie in den Bonusbedingungen.
Wie prüft man auf der Whitelist der GGL, ob ein Anbieter eine Freiwette rechtmäßig anbieten darf?
Man sucht die Domain des Sportwettenangebots in der Übersicht der erlaubten Glücksspielanbieter der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und prüft, ob dort eine Sportwettenerlaubnis mit dem angegebenen Inhaber verzeichnet ist. Nur die aufgeführte Domain darf Sportwetten annehmen. Eine Erlaubnis für andere Glücksspielarten besagt für das Sportwettenangebot nichts.
Wie wirken sich Mindestquote und Umsatzbedingungen auf den Wert einer Freiwette aus?
Beide senken ihn, und die Mindestquote wirkt überraschend stark. Bei einer Quote von 1,90 bleibt nach der Regel, dass der Einsatz nicht ausgezahlt wird, ein Netto-Gewinn-Verhältnis von 0,9 — die Hälfte dessen, was der Bannerbetrag verspricht. Auf einem Dreimarkt mit 92,6 % Auszahlungsquote sinkt der Wert je Euro Freebet weiter. Umsatzbedingungen treffen dagegen nur das Bonusgeld, das ausgezahlt werden soll.
Wie errechnet sich der Gewinn einer Freiwette bei Quote 2,50, wenn der Einsatz nicht mitgezahlt wird?
Der Rückfluss aus dem Wettschein beträgt das 2,5-Fache des Freebet-Betrags, ausgezahlt wird davon aber nur der Nettogewinn, also das 1,5-Fache. Bei einer Freiwette über 20 € sind das 50 € Rückfluss und 30 € Auszahlung. Der Einsatz von 20 € bleibt beim Veranstalter, weil er nie eingezahlt wurde.
Bonus – Asian Handicap
Inhalt erstellt vom Team «Asian Handicap»
